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Samstag, 7. Mai 2016

Aus dem Bauch mitten ins Herz!


"Da werden Hände sein, die dich tragen.
Arme, in denen du sicher bist.
Und Menschen, die dir ohne Fragen zeigen,
wie willkommen und geliebt du bist."

♥


Er ist da! 

Am 06. Mai um 19:31 Uhr erblickte unser Sohn das Licht der Welt. 

Mini-B. ist gesund und munter. Und wir beiden großen B.'s sind einfach nur schwer verliebt und irre glücklich.




Dienstag, 3. Mai 2016

4 days to go

Ja, ich bin immer noch zu Hause. Und ja, ich bin immer noch schwanger.

Ich muss sagen, diese letzten drei Wochen jetzt waren und sind sowas von entspannt... Ich genieße jede Sekunde. Und ich finde es recht amüsant, dass mich jeder - überwiegend Frauen die selbst Mama sind - ganz entsetzt angucken wenn ich ihre Frage "Jetzt hast du sicher die Schnauze voll?!" verneine.

Heute Morgen war wieder Gyn-Termin. So gaaaaanz langsam scheint sich was zu tun. Wehen nehmen sowohl an Intensität (da würde mich mal interessieren, wie hoch der Wehenschreiber eigentlich bei Geburts-Wehen ausschlägt?) als auch an Häufigkeit zu, Muttermund ist bei 3 cm, Gebärmutterhals verstrichen. Meine Gyn war sehr begeistert und prophezeite mir erneut eine schnelle Geburt. Nichts desto trotz lasse sich über die weitere Fortdauer der Schwangerschaft keine Aussage treffen, theoretisch könne es so auch noch gut eine Woche weiter gehen. Also, im Normalfall zumindest. Bei mir nicht. Donnerstag - falls noch nötig - muss ich ins KH zur CTG-Kontrolle, da die Praxis am Freitag Brückentag hat. Und dann soll ich mit den Ärzten dort gleich besprechen wie es weiter geht wenn sich Knirpsi bis Samstag / Sonntag nicht freiwillig auf den Weg macht.

Knirpsi wurde auch nochmal vermessen. Er hat wieder einmal keinen Zweifel daran gelassen, dass er ein Junge ist. Und er ist toll gewachsen. Mittlerweile wiegt er ca. 3.200 Gramm - aber wirklich mit einem sehr großen ca. davor. Der Kopf liegt schon so tief im Becken dass sie ihn nicht mehr richtig vermessen konnte. Fazit meiner Gyn: Er ist immer noch ein zierliches Kind, aber er ist schön gewachsen. Und das ist die Hauptsache.
Ja, das finde ich auch!

So. Ich für meinen Teil gönne mir jetzt noch einen Mittagsschlaf. Mit dem unfassbar atemberaubenden Gedenken im Kopf, dass wir wirklich, wirklich schon bald Eltern werden. Wirklich. Schon ganz bald.

Der Hammer!

Freitag, 8. April 2016

Faultier

Ich bin grade mal wieder ein wenig schreibfaul. Und irgendwie auch allgemein faul. Aber das kommt mir ja ganz gelegen, denn noch darf ich ja sowieso nichts tun außer das Sofa zu hüten.

Uns geht es soweit gut, alles weitestgehend unverändert. Knirpsi's Abdomenumfang ist vom Verlauf her weiter zurück gegangen und inzwischen nurmehr grade so auf der untersten Perzentile. Bis vor ein paar Wochen lag er immer auf der obersten. Versorgung ist nach wie vor top und nach wie vor kann mir niemand sagen woher das kommt oder woran es liegt. Mein Mann ist der Meinung dass es wirklich genetisch bedingt ist. Schließlich sei er ja auch ein absoluter Schmalbrustkrieger. Und früher als Kind sei das noch "schlimmer" gewesen. Tja, damit hat er Recht. Und auch sein Bruder ist sehr schmal gebaut. 

Neu im Programm haben wir nun, dass die Fruchtwassermenge abnimmt. Noch liegt sie wohl in der Norm und ich solle mir keine Sorgen machen. Wird jetzt eben auch engmaschig kontrolliert. Arzt-Termine gegen Langeweile. Auch nicht schlecht.

Die zweite Gyn in der Arztpraxis meinte letztes Mal nur, ich solle gut in mich hinein zu meinem Kind hören. Und wenn ich das Gefühl habe dass irgendwas komisch ist oder er sich nicht mehr so bewegt wie sonst soll ich gleich zu ihnen kommen. Oder nachts / am WE direkt ins Krankenhaus. Na gut, das ist jetzt irgendwie nicht sonderlich beruhigend... Zum Glück ist er nach wie vor sehr aktiv und fleißig am Boxen und Treten. Braves Kind.

Tja. So langsam wird es also wirklich spannend. Und ab nächster Woche darf ich tatsächlich langsam wieder mehr aufstehen.

Habe ich das schon erwähnt: Es ist unfuckingfassbar. ♥

Mittwoch, 9. März 2016

Wenn es zu lange gut läuft... Part II

Frau Spinne sagte es gestern noch: Tief durchatmen und ans Baby denken...

Gestern war Gyn-Termin. Vorsorge mit CTG. Wie immer. Leider war das Ergebnis... nicht wie immer:

Leichte Wehen und dann beim Ultraschall noch ein verkürzter Gebärmutterhals. Letzterer war fast nur noch die Hälfte zum letzten Mal. Das hab sogar ich gleich gesehen. Puh.

Das heißt für mich: Sofa und Ruhe. Back to the roots quasi. Aber wie sagte Wünschi so schön: Ich habe ja schon meine Stamm-Kuhle :D Und genau in dieser werde ich es mir ab sofort wieder bequem machen.

Nächste Woche ist Kontroll-CTG. Und Doppler-Sonographie wg. Knirpsis Versorgung. Ich HOFFE, dass wenigstens da alles in Ordnung ist. Und außerdem hoffe ich, dass es einfach nur der Stress wg. der Auto-Sache war. Denn das hieße ja, dass sich die Wehen nun wieder verabschieden und sich der Gebärmutterhals wenigstens auf der Länge jetzt einpendelt. Oder?

Ich hoffe es. Und nehme gerne jeden Daumen der noch frei ist.

Ein paar Wöchelchen noch, mein kleiner Schatz. Dann darfst du gerne kommen. Aber jetzt noch nicht. Ok?

Montag, 15. Februar 2016

Die letzten Tage...

... Irrenanstalt.

Jaa, bis zum Mutterschutz ist es noch etwas hin. Aber dank einem stolzen Resturlaubs-Budget von 22 Tagen arbeite ich nun noch exakt bis 26. Februar.

Chacka!

Die letzte Zeit in der Irrenanstalt war echt ok. Die Chef's und Kolleginnen (vor allem eine...) mussten zwar erst mal checken, dass man in 4 Stunden nicht mehr so viel wegarbeiten kann wie in 8 aber sie haben es gelernt. Mitunter bestimmt auch deshalb, weil ich gelernt habe Aufgaben auch einfach mal liegen zu lassen. Weil ich eben auch erstmal einsehen musste, dass ich in 4 Stunden nicht mehr so viel hinbekomme wie in 8.

Um ehrlich zu sein bin ich inzwischen auch aus einem weiteren Grund froh, wenn ich bald nicht mehr arbeiten gehen muss. Auf Grund der teilweise sehr starken Beckenschmerzen (zu 98% nur auf der rechten Seite, strahlt dann bis ins Bein runter, kennt das zufällig jemand von euch??) kann ich nicht länger wie 4 Stunden am Stück schlafen. Entsprechend k.o. bin ich, das schlaucht doch ganz schön. Klar sind die 4 Stunden Büro immer gegangen. Aber jetzt freue ich mich einfach darauf, vormittags nochmal 1 oder 2 Stündchen schlafen zu können. Und ggf. nachmittags gleich nochmal. Womit wir wieder beim Tagesschlaf-Pensum von Beginn der Schwangerschaft wären...

Irgendwie ist es schon komisch, nun definitiv die ganzen Aufgaben abzugeben, die Mappen durchzuschauen und nochmals zu überprüfen, ob ich auch wirklich alles an meine Kolleginnen weiter gegeben habe. Ja, es fühlt sich komisch an. Ungewohnt. Aber ganz sicher nicht schlecht.

Während sich die Zeit in der Irrenanstalt langsam dem (zwischenzeitlichen) Ende zuneigt geht die Studiums-Zeit diese Woche nach zwei Wochen Ferien endlich weiter - bis zu den nächsten Ferien ab Mitte März... Und dann bin ich gespannt, ob der Unterricht im April mit mir oder ohne mich weiter geht. Gehen möchte ich auf jeden Fall solange es geht und es mir gut geht. Wenn es so bleibt wie jetzt bin ich also im April auf jeden Fall noch dabei.

Langweilig wird es mir bestimmt so oder so nicht werden. Im März beginnt mein Geburtsvorbereitungskurs, meine Hebamme kommt das erste Mal vorbei und auch sonst freue ich mich einfach auf jede Menge Zeit zu Hause. Zeit für schöne Dinge. Zeit für Kaffee-Dates. Zeit für Nickerchen. Zeit für den Göttergatten. Zeit für den Hundemann. Und Zeit für mich. Herrlich ♥

Donnerstag, 11. Februar 2016

Wie? Wie viel? Und ab wann?

Mädels (und Jungs?!) ich mache mir grade mal wieder ein paar winzige Gedanken. Gedänkchen quasi. Und zwar, was das Danach betrifft. Wie es weiter geht wenn Knirpsi da und mein Mutterschutz zu Ende ist.

Bleibe ich ein Jahr komplett zu Hause? Und gehe dann Teilzeit wieder arbeiten? Bleibe ich zwei Jahre zu Hause? Und gehe während diesen zwei Jahren auf 450 €-Basis arbeiten?

Am allerliebsten würde ich zwei Jahre komplett zu Hause bleiben. Ohne einen Tag die Woche arbeiten zu gehen. Aber hier sind der Göttergatte und ich uns inzwischen (mehr oder weniger) einig. Geht nicht. Leider. Wobei... Ich sehe seine Gründe und akzeptiere sie. Aber so ganz einsehen tu ich sie noch nicht. Vielleicht will ich auch einfach nicht, weil dies meine Lieblings-Option wäre. Stur und so, ihr erinnert euch vielleicht.

Ein Jahr zu Hause und dann Teilzeit war zuerst mein "Favorit". Aber dann guckte ich mir die Würmchen an und fand sie mit einem Jahr schon noch echt mini. Für mich persönlich schließlich zu mini als dass ich mir vorstellen könnte, Knirpsi fremdbetreuen zu lassen.

Also: Zwei Jahre Elternzeit. Und in diesen zwei Jahren auf geringfügiger Basis arbeiten. Das wäre hier in der Irrenanstalt entweder ein Tag / Woche oder zwei halbe. Zwei halbe fände ich gar nicht so schlecht. Wobei ein ganzer Tag auch seine Vorteile hätte. Vor allem bei einer einfachen Fahrstrecke von 27 km...
An diesem Tag - oder eben an diesen zwei halben Tagen - würde meine Mutter Knirpsi hüten. Damit könnte ich gut leben. Einerseits. Andererseits graut es mir davor, mein Baby mit 8 Wochen morgens in aller Herrgottsfrühe wecken zu müssen, zur Oma zu bringen und arbeiten zu gehen. Für diese Variante wiederum spricht für mich ganz klar: Ich bin von sieben Tagen die Woche sechs bei meinem Kind. Und das zwei Jahre lang.

Stelle ich mich an? Vermutlich. Manche haben gar keine andere Wahl, als ihr Kind mit 8 Wochen in Fremdbetreuung zu geben und Vollzeit arbeiten zu gehen. Aber ich habe eben das Glück, die Wahl zu haben. Und ganz egoistisch gesagt: Ich habe lange genug für unser Kind gekämpft, da möchte ich jetzt verdammt nochmal auch was von ihm haben.

Vielleicht wäre es für den Göttergatten ja eine Option, erstmal zu gucken wie und ob es nicht eben doch geht. Dass ich zwei Jahre Elternzeit nehme und komplett zu Hause bin. Und wenn wir sehen dass es wirklich nicht geht wäre ruck zuck eine 450 €-Stelle da. In der Irrenanstalt. Da bin ich ziemlich sicher.

Wie habt ihr das gemacht? Wie wollt ihr das machen? Und, falls ihr mir das verraten möchtet, wieso?

Montag, 1. Februar 2016

Nachtflugtier.

Oder: UHU.

Ich weiß, blödes Wortspiel. Sorry.

Ist das zu fassen? Wenn ich beispielsweise auf den Ticker rechts gucke denke ich mir der muss sich verzählt haben. Verrechnet. Komplett vertan. Keine 100 Tage mehr dann sind wir hier zu dritt. Dann ist unser Sohn da und unser Leben wird von Grund auf anders werden.

Dass ich überhaupt schwanger bin... Noch immer vergeht kein Tag an dem ich nicht denke "Krass!! Einfach nur krass." Ich staune über die teils wilden Bewegungen in meinem Bauch. Wie er sich ausbeult und wackelt. Wie unser Sohn tritt und boxt und sich so beschwert, wenn ich für ihn unbequem sitze oder liege. Oder wie er das CTG mal so gar nicht leiden kann und immer wieder kräftig gegen die Dinger auf seinem Einzimmerappartement tritt. Oft so doll, dass das Gerät seine Herztöne nicht mehr aufzeichnet. Kleiner Rabauke... Ich bin so verliebt, es ist der Hammer.

Dem Nestbautrieb bin ich phasenweise komplett erlegen. In eben so einer Phase denke ich, ich muss jetzt sofort alles fertig und erledigt und da haben. Weil echt keine Zeit mehr und nicht mehr lange und überhaupt und so. Deswegen habe ich das Meiste an Babykleidung schon da, einen Großteil auch schon einige Wochen. An sonstiger Ausstattung wie Mullwindeln, Flaschen, Schnullern etc. pp hapert es noch. Aber: Aktuell befinde ich mich wieder in der "Wir haben ja noch Zeit-Phase". Und die haben wir ja auch tatsächlich. Also Zeit. Zumindest bis zum nächsten Nestbau-Schub meinerseits...

Am 26.01. hatten wir wieder Vorsorge-Termin. CTG unauffällig (zumindest was die Wehen betrifft, seine Herzaktivität konnte aus o.g. Gründen nur punktuell aufgezeichnet werden, aber auch die war top) und auch der Zuckertest unauffällig. Letzteren fand ich übrigens gar nicht schlimm oder eklig, ein wenig süß halt. Aber wie sagte die Arzthelferin so nett: Ist eben purer in Wasser aufgelöster Zucker. Und genau so schmeckt es auch.
Was meiner Gyn nicht so gefallen hat sind die Unterleibsschmerzen, die ich einfach nicht ganz los werde. Meist fangen sie gegen Mittag an und werden dann erst abends auf dem Sofa liegend wieder besser. Deswegen stellte sie mir ein Teilzeit-Beschäftigungsverbot aus. Ich darf nun nicht mehr als 4 Stunden / Tag arbeiten. Ich finde, das ist ein prima Kompromiss. Erstaunt war ich allerdings doch etwas, dass sie das nun komplett von sich aus aus dem Ärmel "gezaubert" hat. Aber froh bin ich allemal.

Und glücklich. Glücklich bin ich auch. So sehr, dass ich manchmal wünschte man könnte einen Teil davon einfrieren und verschenken. Oder für schlechte Zeiten aufbewahren.

Es ist einfach nur verdammt krass. Krass schön.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Es wird selten so heiß gegessen wie gekocht wird.

Das nur mal so. Als Memo. An mich selbst.

Weder das erwartete Schneechaos trat gestern ein - wir hatten minimal Schneeregen, Straßen waren alle frei und glatt war es auch nicht - noch das erwartete Chaos in der Irrenanstalt.

Na gut. Letzterem füge ich mal ein vorsichtiges "bis jetzt" hinzu.

Aber immerhin. Der Start nach eeeeeeewig langer Zeit (das letzte Mal war ich Anfang November arbeiten...) war gar nicht mal so schlimm. Lange nicht so schlimm wie erwartet, ich gebe es zu.

Die Kolleginnen haben sich allesamt gefreut, zumindest sah es so aus. Erstaunt waren sie dennoch sehr, niemand hatte damit gerechnet dass ich tatsächlich nochmal arbeiten komme. Ich auch nicht, um ehrlich zu sein. Dementsprechend "geschockt" und sprachlos war ich gestern erstmal, als meine Gyn meinte sie würde mich nun nicht weiter krank schreiben da die letzten vier Wochen keine weiteren Blutungen auftraten. Meinen Einwand, dass ich ja quasi nur gelegen sei lies sie so nicht gelten. Es könne nicht sein, dass es nur vom Auf sein anfängt zu bluten. Äh hallo?! Was soll das nun heißen?!
Zu meinen Gelenk-Schmerzen sagte sie nur, dass das jetzt eben so sei. Wenn es sich auf ein konkretes Gelenk / Körperteil beschränken würde müsste man mal genauer nachschauen, aber so... Gut, dass es von der Schwangerschaft und den Hormonen kommt hatte ich schon sehr stark vermutet. Aber das hätte man auch anders formulieren können. Schließlich wollte ich mich nur vergewissern dass das "normal" ist.
Naja. Die gute Frau war dieses Mal sowas von aggro... So kenne ich sie gar nicht. Bisher war ich immer super zufrieden - sowohl vom Menschlichen als auch vom Fachlichen her. Aber dieses Mal habe ich heulend die Praxis verlassen.
Gut, das liegt zum Teil auch einfach am Hormonüberschuss. Trotzdem.

Ich gehe nun also wieder Vollzeit arbeiten - von Null auf Hundert quasi - und bete dass es gut geht. Aber eines weiß ich: Beim kleinsten Blutfleck steh ich bei ihr auf der Matte. Oder auch wenn sonst was sein sollte. Ich Schmerzen (also abgesehen von den Gelenken, denn das ist ja eben so) bekomme. Oder irgendwas derart. Und wenn sie dann wieder so pampig ist hab ich mir fest vorgenommen sie drauf anzusprechen. Wenn ich einen schlechten Tag habe kann ich es schließlich auch nicht an meinen Kunden auslassen. Und sie als Ärztin meiner Meinung nach noch viel weniger.

Gut. Ich schweife ab. Zurück zur Irrenanstalt.

Chef Nr. 2 ist - soweit ich das nach der kurzen Zeit beurteilen kann - sehr nett. Er wirkt, als wäre er einer vom Schlag "Hart aber fair". Damit kann ich super leben. Er hat sich gleich an meinem ersten Tag - wir kannten uns bislang nicht - erkundigt wie es mir geht. Und nachmittags nochmals nachgefragt. Und gemeint, ich könne ruhig früher gehen. Nicht dass es gleich zu viel werden würde. Da hätte schließlich keiner was davon.

Chef Nr. 1 war heute ebenfalls sehr nett. Und nur kurz da. Schließlich arbeitet er jetzt nur noch Teilzeit. Und Teilzeit umfasste heute ganze 45 Minuten. Ja gut, mir wurscht. Ich muss ihn mir eben nochmal krallen und ein paar Dinge klären. Aber das werd ich schon noch schaffen, da bin ich recht zuversichtlich ;)

Und nun harre ich einfach der Dinge die da kommen. Oder hoffentlich auch nicht kommen. Denn selbstverständlich ist es mir hundert mal lieber, ich gehe arbeiten und Knirpsi geht's bestens. Logisch, nä?!

Freitag, 27. November 2015

Kurze Meldung von der Sofa-Front

Die letzten Tage habe ich immer wieder einen Post angefangen. Teilweise auch schon fertig getippt. Und dann doch wieder gelöscht. Es gibt einfach nichts Neues und ich weiß auch nicht so recht über was ich schreiben soll.

Der Winter ist da (pfuibäh), da ist es doch nochmal schöner es sich auf dem Sofa so richtig kuschelig gemütlich zu machen. Eine Tasse Tee, Lebkuchen, den Hundemann & Guido.

Die Blutungen kommen und gehen wie sie Lust haben. Bzw eben, sobald ich mal etwas mehr auf den Beinen war. Jetzt ist immerhin seit Sonntag Ruhe (*aufHolzklopf*), mal gucken ob und wie lange es so bleibt.

Die erste der vier Sofazeit-Verlängerungs-Wochen ist inzwischen um. Der Hundemann hält meinen Kuschel- / Heul- / Sonstwas-Attacken mit einer stoischen Ruhe stand. Begeistert sieht zwar anders aus, aber hey...

Es ist schwer zu sagen was derzeit in mir vorgeht. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, vor Einsamkeit zu zerfließen. Aber spätestens wenn der Göttergatte nach Hause kommt (und ich ihm eine Runde die Ohren vollgeheult habe - inzwischen hält er das echt richtig gut aus) ist alles wieder tutti.

Und das Wichtigste: Knirpsi geht es unverändert gut.

Haltet die Ohren steif, ihr Lieben.

Sofa-Fraktion Ende.

Dienstag, 17. November 2015

Die Arschigkeit in Person

Tja. Was soll ich sagen?! Das war ich gestern. Zu meinem Mann.

Meine Mama hatte Geburtstag, davor war ich noch bei meiner Gyn zum regulären Vorsorge-Termin (alles bestens mit Knirpsi, ab nächster Woche darf ich wieder arbeiten. Und wir haben eine Tendenz aber noch nichts sicheres - wenn es dabei bleibt lag mein Gefühl total daneben).

Abends gab es dann eine Panne mit dem Essen weswegen alles länger dauerte als geplant. Ich war letzten Endes irgendwie noch total gefühlsgeflasht vom Gyn-Termin, müde und hatte Huuuuuuunger.

Langer Rede kurzer Sinn: Als das Essen dann da war war der Göttergatte ein echter Schatz und brachte mir eine riesen Portion von dem, was ich derzeit ständig essen könnte. Und was mache ich? Pflaume ihn an. Wer das alles essen soll. Und dass das ja von einem anderen Hersteller ist und deswegen bestimmt anders schmeckt (natürlich ohne mal probiert zu haben). Und dass ich mir künftig mein Essen lieber selber hole.

Ich Vollarsch. Er hat es so, so gut gemeint und war so lieb. Und ich so ein Arsch. Das tut mir heute Morgen immer noch so Leid, dass ich grade echt heulen könnte deswegen (Jaajaa, Hormone...)

Klar habe ich mich entschuldigt, mehrmals. Und klar sagte er, das sei doch nicht schlimm, er hätte es als nicht so schlimm empfunden.

Aber irgendwie hilft mir das grade nicht.

Ich Arschkuh.

Wie dem auch sei... Ich werde mich jetzt noch ein wenig selbst für meine Arschigkeit hassen und dann wird's auch wieder gut sein. Hoffe ich ;)

Donnerstag, 12. November 2015

Ähm ja.

Ich wär dann also auch mal wieder da. Puuh.

Was los war?! Bittesehr:

Letzten Sonntag, ich war nachmittags ganz gemütlich am Wäsche aufhängen, fühlte ich auf einmal etwas warmes, nasses in der Hose und dachte wirklich, ich hätte meine Blase nicht mehr unter Kontrolle. Auf dem Klo sah ich dann, dass es eindeutig nichts mit der Blase zu tun hatte. Die Flüssigkeit konnte ich allerdings nicht so Recht einordnen und es hörte auch nicht auf zu laufen.

Trotz Panik legte ich mich erstmal auf's Sofa und wartete auf den Göttergatten. Als er kam fuhren wir ins Krankenhaus. Ich musste wissen was das ist. Altes Blut? Fruchtwasser? Alles mögliche schoss mir durch den Kopf.

Im Krankenhaus angekommen erzählte ich einer Schwester wieso ich da war. Sie hatte sofort einen sehr besorgten Gesichtsausdruck und ich hörte wie sie im Weggehen zu ihrer Kollegin sagte "Das hört sich nicht gut an..." Ich musste dann Urin abgeben und auf die Ärztin warten. Fast 1 Stunde lang. Einerseits hatte ich echt Panik. Andererseits wieder dieses tiefe Gefühl im Inneren, dass es Knirpsi gut geht.

Ich konnte es kaum Abwarten bis die Ärztin dann endlich kam. Sie war wirklich sehr toll und einfühlsam. Das seien Blutungen sagte sie und inzwischen würde auch frisches Blut kommen. Sie schallte und untersuchte wirklich sehr gründlich. "Aber" sagte sie "wir müssen später dann noch von oben schallen, Ihr Kind ist zu groß, das kriegen wir so nicht mehr ganz auf's Bild. Aber es bewegt sich und sieht sehr munter aus." Da fiel mir schonmal der erste riesen Brocken vom Herzen.

Ich durfte mich wieder anziehen und dann schallte sie von oben über den Bauch. Sie musste sehr schmunzeln weil Knirpsi mal wieder ein echter Zappel-Knirpsi war. Sie zeigte mir das Herzchen, was nach wie vor sehr kräftig schlug. Bei mir liefen Tränen der Erleichterung. Meinem Baby geht es gut. Sie maß noch einiges aus, wozu sie aber nichts sagte und ich auch nicht fragte. Ich war zu überwältigt.

Woher die Blutungen kamen konnte sie nicht so genau sagen. Sie meinte aber, dass sie nicht von innerhalb der Fruchthöhle kommen würden. Sie hatte den Gebärmutterhals (nicht wie ich falsch verstanden hatte den Muttermund) im Verdacht. Ich solle aber bitte am nächsten Tag nochmals kommen, sie möchte sicher gehen und nochmals gucken. Lieber ein mal zu viel als zu wenig sagte sie...

Alles klar. Montag um 10:45 Uhr saß ich wieder im Krankenhaus und wartete. Die Schwester zitierte wohl erst eine andere Ärztin her, diese sagte dann aber dass die Kollegin von gestern (ich habe leider keinen Schimmer wie sie heißt) selber kommen und nachschauen wolle. Also wartete ich. Schließlich kam sie und nahm mich direkt mit ins Untersuchungszimmer. Hose runter, rauf auf den Stuhl. Wir kennen das ja...

Ja, der Gebärmutterhals sieht verändert aus. Dann rief sie der Oberärztin und es wurde etwas unruhig. In mir stieg wieder Panik hoch. Sie wollten dann wissen wann mein letzter PAP-Abstrich war. Ähm. Gute Frage. So lange ist es noch nicht her, aber wann genau...?! Wer mein Frauenarzt sei?! Ich antwortete und die Oberärztin gab einer Assistenzärztin die Anweisung dort anzurufen und nachzufragen. Dann verlangte die Oberärztin nach einem Telefon, sie wolle den Oberchefarztguru dazu holen. Wtf?! Was war da bitte los?! Sie rief ihn an, in ca. 30 Min könne er da sein. Die nette Ärztin sah mir meine Panik wohl an und sagte, sie würde mir gleich erklären was los sei. Zuerst durfte ich mich aber wieder anziehen, denn "eine halbe Stunde so auf dem Stuhl rumzuliegen sei wohl echt doof." Joa. Kann man so sagen.

Die nette Ärztin (wobei echt alle sehr nett waren) erklärte mir dann, dass die Oberfläche an meinem Gebärmutterhals verändert sei. Dies könne im Rahmen der Schwangerschaft ganz normal sein, aber sie wollen sicher gehen. Deswegen die Frage nach dem letzten PAP. Und deswegen solle auch der Oberchefarztguru mal drauf schauen. Mit einem Mikroskop. Denn er sei sehr fit auf diesem Gebiet und könne das einfach am Besten beurteilen.

Eine knappe dreiviertel Stunde später kam er dann, das Mikroskop hatte die nette Ärztin vorher schon aus dem OP geholt und ins Behandlungszimmer gestellt. Also gut. Wieder Hose runter und auf den Stuhl. Mittlerweile hatte ich echt Panik, eine dreiviertel Stunde ist genügend Zeit um sich alles mögliche (und unmögliche) ausmalen zu können. Auch der Oberchefarztguru fragte sofort nach dem letzten PAP. Von meiner Gyn wussten sie mittlerweile, dass dieser im September gemacht wurde und ein PAP 1-Befund war. Soweit so gut. Inzwischen standen vier Ärzte um mich herum, die Untersuchung war echt schmerzhaft. Alle Instrumente befestigen, dann wurde der Gebärmutterhals mit Essigsäure abgetupft. Damit könne man wohl Partikel vom Gebärmutterhals abtragen und sie so untersuchen. Dann guckte er mit dem Mikroskop drauf. Ja, Struktur verändert, raue Gewebeoberfläche. Er erklärte mir, dass dieses Gewebe normalerweise nicht dort sondern innerhalb des Gebärmutterkopfes (??) sei. Durch die Schwangerschaftshormone könne es aber schonmal vorkommen, dass diese nach außen "wuchern". Da ich aber einen PAP 1-Abstrich hatte würde er da so jetzt nichts machen. Ich müsse sehr vorsichtig sein, mich lieber einmal mehr als zu wenig schonen. Trotzdem könne es wohl sehr wahrscheinlich sein, dass mich diese Blutungen durch die komplette Schwangerschaft begleiten. Wenn ich frische Blutungen bekommen sollte solle ich bitte ohne zu Zögern direkt ins Krankenhaus kommen. Ansonsten möchte er mich in 3 Monaten wieder zur Kontrolle sehen.

Die nette Ärztin schaute dann nochmal kurz nach Knirpsi. Einfach um mich zu beruhigen. Alles bestens.

Vor lauter Aufregung hatte ich total vergessen zu fragen, ob ich arbeiten gehen könne oder nicht. Also rief ich nachmittags bei meiner Gyn an. Die Arzthelferin sagte "Ach Frau B., Ihnen bleibt aber auch gar nichts erspart. Das Krankenhaus hat schon bei uns angerufen. Frau Dr. möchte sie morgen sehen, kommen Sie bitte um 11:45 Uhr vorbei. Und arbeiten?! Auf keinen Fall!"

Alles klar, da weisste Bescheid.

Ich Dienstag also auf zu meiner Gyn. Die Arzthelferin sah mich so mitleidig an, dass ich fast schon wieder heulen musste. Aber nur fast ;) Meine Gyn - habe ich schon erwähnt dass diese Frau echt ein Schatz ist?! - schaute dann nochmal nach. Blutungen sah sie keine mehr, das Gewebe am Gebärmutterhals sah sie auch. Und daaaaaaann schaltete sie den Ton ein und lies mich dem Herzschlag meines Baby's lauschen. Um mich zu beruhigen wie sie sagte. So. Jetzt war alles zu spät und ich flennte richtig. Die ganze Anspannung fiel von mir ab. Ich war so erleichtert. Sie sagte ich solle ruhig weinen, sie würde mich voll und ganz verstehen. So heulte ich also ein Weilchen vor mich hin, während das Herz meines Baby's fleißig schlug.

Jetzt bin ich mal bis Ende nächster Woche krank geschrieben, soll mich schonen und viel aber nicht nur liegen. Die Gassi-Runden mit dem Hundemann könne ich ruhig drehen, das würde mir gut tun. Eben keine körperliche Anstrengung, keinen Sport, mich allgemein schonen und nur äußerst sparsam und sehr vorsichtig GV (hört sich spaßig an...) und eben alles etwas ruhiger angehen.

Wird gemacht.

Montag habe ich dann den nächsten regulären Vorsorge-Termin. "Da schallen wir dann wieder ausführlich" sagte sie. "Und vielleicht, wenn wir viel Glück haben, sehen wir dann schon was es wird."


Mittwoch, 28. Oktober 2015

And we danced. And we cried. And we laughed. And had a really, really, really good time.

Macht ihr das manchmal auch? Dass ihr, gerne auch gedankenverloren, durch euren Blog blättert? Manche alten Posts nochmal lest? Überfliegt? Und manche auch gänzlich ignoriert? Ich habe das die letzte Zeit ab und an mal gemacht. Und mir jedes Mal gedacht: Krass. Echt ganz schön viel passiert.

Wirkt das ein wenig wehmütig? Hach ja, gefühlt geht es echt stark Richtung Jahresende... ;)

Ja, es ist wirklich viel passiert. In letzter Zeit. Und auch, wenn man den zeitlichen Rahmen etwas größer spannt.

Nicht alles davon war schön und spaßig. Eher sogar recht wenig. Und trotzdem. Ich glaube, ich habe noch nie so viel für's Leben gelernt wie in diesem Jahr. Und noch nie so viel aus Niederlagen und Tiefschlägen mitgenommen. Für mich.

Und jetzt? Jetzt stehe ich hier und bin Dankbar. So schnell kann alles anders sein.

Alles. Und ganz wenig. Anders. Und doch nicht anders. Manches hat sich geändert. Vieles ist gleich geblieben.

Anders sind manche Dinge, über die wir uns nun Gedanken machen.

Anders ist, dass sich meine Schwiegermutter nun doch recht gerne und recht häufig einmischt. Sätze à la "Du sollst doch nicht so viel machen" wenn ich grade mal eben kurz mein Auto raussauge. Sowas eben. Hat sie bisher nie getan. Aber jetzt... Wir werden sehen wo das noch hin führt.

Gleich geblieben ist... Bin ich. Ich bin immer noch ich. Mir sind immer noch die gleichen Menschen und Dinge wichtig. Ich habe immer noch die gleichen Überzeugungen und Werte.

Und der hinter uns liegende Weg ist immer noch unser Weg. Mein Weg. Ich werde ihn auch sicherlich nie vergessen. Ich werde nie vergessen, wie sich jede einzelne Niederlage angefühlt hat. Wie verzweifelt ich war. Wie viel Angst ich hatte. Wie wir UNS beinahe aus den Augen verloren hätten.
Ich möchte ihn auch gar nicht vergessen. Denn dieser Weg hat viel zu viele Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Er macht mich dankbarer. Und mitunter hat er mich zu der gemacht, die ich heute bin.

Trotzdem weiß aus unseren Familien - bis auf meine Schwägerin - niemand von unserem Weg. Wie schwer er war. Wie aussichtslos er oft wirkte. Wie viel wir durchgemacht haben. Niemand weiß, wie Knirpsi entstanden ist. Und niemand weiß von unserem Schmetterlingskind.

Einerseits möchte ich das so. Weil ich nicht möchte, dass Knirpsi später mal irgendwie "anders" angesehen, behandelt oder gar geliebt wird. (Und weil ich mir auch nicht einbilden können möchte dass es so ist.)

Andererseits möchte ich manchmal auch gerne von unserem Weg erzählen. Und von unserem kleinen Prinzen. Weil er zu uns gehört. Weil er Teil unseres Lebens ist. Weil er ein Teil von UNS ist.

Ach je. Ich glaube ich hab heute Hormone... :D

Wie ist das bei euch? Wissen eure Familien und engsten Freunde von eurem Kinderwunsch-Weg? Wenn ja, würdet ihr es heute wieder erzählen? Oder würdet ihr es lieber für euch behalten? Wenn ja, warum? Und warum nicht?